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Pressemitteilungdes Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz |
29.11.2000
Das virtuelle Datenschutzbüro
Am Dienstag, den 5. Dezember 2000, 15 Uhr, wird zeitgleich in verschiedenen Städten ein neuer Service der Datenschutzbeauftragten aus Deutschland und anderen Ländern der Öffentlichkeit vorgestellt, in München zusammen mit den Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich, Herrn Dr. Bruno Baeriswyl und von Baden-Württemberg, Herrn Werner Schneider. In München laden wir zu diesem Termin
in den Pressekonferenzraum AB (Altbau) 211 des Bayer. Landtags ein.
Zu Grunde liegt ein Konzept, das unser Kollege Dr. Helmut Bäumler, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für den Datenschutz in Schleswig-Holstein, entwickelt hat.
"Wie steht’s eigentlich mit Datenschutz und Datensicherheit?" Das fragen sich auch immer mehr Nutzerinnen und Nutzer, die sich gerade im Internet, z.B. bei ihrer persönlichen Kommunikation und beim Online-Shopping, unsicher fühlen. Jetzt gibt es eine Anlaufstelle im Internet, bei der alle möglichen Infos rund um den Datenschutz abrufbar sein werden.
Das virtuelle Datenschutzbüro
Dieser Service wird als gemeinsames Projekt von den meisten deutschen Datenschutzbeauftragten und von ausländischen Datenschutzbeauftragten angeboten. Neben interessanten Informationen finden sich im virtuellen Datenschutzbüro Diskussionsforen zu aktuellen Datenschutzthemen sowie ein Newsticker. Außerdem wird ein Bereich mit Datenschutz-Tools eingerichtet, die sich die Internet-Nutzerinnen und -Nutzer installieren können. Das virtuelle Datenschutzbüro soll als eine weltweite Plattform für Projekte dienen und die Vernetzung der Datenschützer ermöglichen, denn gemeinsam lassen sich die Themen viel besser bearbeiten.
Transparenz ist das zentrale Motto im Datenschutzbüro. Das bedeutet: Offenheit für Konzepte, offene Diskussionen und der Einsatz von sog. Open-Source-Software, die ihre Vertrauenswürdigkeit überprüfbar macht, indem ihr Quellcode offengelegt und damit für jede(n) einsehbar wird. Hier im virtuellen Datenschutzbüro sollen sich auch Teams zusammenfinden, die gemeinsam neue datenschutzfördernde Techniken (Privacy-Enhancing Technologies) für Nutzerinnen und Nutzer entwickeln. Jede(r) ist eingeladen, dabei mitzuwirken. Der Clou ist, dass nicht nur professionelle Datenschützer, sondern auch alle Experten, interessierte Freaks und Privacy-Aktivisten mit ihren Kenntnissen das virtuelle Datenschutzbüro mitgestalten können.
Die beteiligten Datenschutzbeauftragten des Bundes sowie der meisten Länder in Deutschland, der Norddeutschen Bistümer der Katholischen Kirche, aus der Schweiz, den Niederlanden und Kanada betrachten das virtuelle Datenschutzbüro als ihre Antwort auf die Herausforderungen für die Privatsphäre, die das grenzüberschreitende Internet mit sich bringt. Zugleich wollen sie mit der Kooperation im virtuellen Datenschutzbüro durch Arbeitsteilung, Spezialisierung und systematische Bündelung ihrer Ressourcen ihre Effizienz steigern. Mit Beginn des Wirkbetriebs des Büros laden sie die bislang noch nicht am Projekt beteiligten Datenschutzbeauftragten in Europa und in aller Welt zur Mitarbeit ein.
Bayern steuert zum virtuellen Datenschutzbüro zunächst Folgendes bei:
Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich ist insbesondere mit den folgenden Beiträgen vertreten:
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Baden-Württemberg stellt folgende Merkblätter zum Abruf bereit:
Das virtuelle Datenschutzbüro im Web:
deutsche Sektion: http://www.datenschutz.de
Schweizer Sektion: http://www.datenschutz.ch
international: http://www.privacyservice.org
Das virtuelle Datenschutzbüro per E-Mail: info@privacyservice.org
München, den 5. 12. 2000
Die Datenschutzbeauftragten von
Bayern Zürich Baden-Württemberg
Reinhard Vetter Dr. Bruno Baeriswyl Werner Schneider